Erwiderung an die Rechtsschutzversicherung

 

 

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben vom ..

Die von Ihnen hierin vertretene Rechtsansicht kann ich nicht teilen. Aus der Anrechnungsregelung der Nr. 3104 Abs. 2 VV RVG ergibt sich, dass die Terminsgebühr auch auf nicht rechtshängige Gegenstände anfällt, wenn über diese Gegenstände Verhandlungen geführt wurden.

Nach ganz herrschender und zutreffender Auffassung fällt die Terminsgebühr nach Nr. 3104 VV RVG nicht nur nach dem Wert der gerichtlich anhängigen Ansprüche, sondern nach dem Gesamtwert, also auch auf den Wert der mitgeregelten, nicht rechtshängigen Gegenstände an (OLG Hamm v. 14.11.2006 - 23 W 274/06, AGS 2007, 399; OLG Stuttgart v. 15.08.2006 - 8 W 327/06, AnwBl 2006, 769; OLG Koblenz v. 06.06.2006 - 14 W 328/06, AnwBl 2006, 587; OLG München v. 15.05.2006 - 11 W 1334/06, FamRZ 2006, 1696; LG Memmingen v. 07.12.2005 - 1 S 1416/05, NJW 2006, 1295; LG Regensburg v. 01.09.2005 - 2 T 504/05, NJOZ 2005, 4947; AG Elmshorn v. 20.09.2007 - 52 C 116/07, AE 78/08; Kreutzfeldt, Neues Kostenrecht: Arbeitssachen richtig abrechnen, 2004, Rdnr. 17; Müller-Raabe, in: Gerold/Schmidt/von Eicken/Madert/Müller-Raabe, RVG, 21. Aufl. 2013, Rdnr. 75; Bischof, in: Bischof/Jungbauer/Podlech-Trappmann, RVG, S. 446 Nr. 2.6.3.; Mock, RVG-Spezial 2004, 48 und 54; Schneider, AnwBl 2004, 138; Volpert, Professionell 2004, 40).