BVerwG vom 28.02.1990
6 P 21.87
Normen:
BPersVG § 9 Abs.2, Abs.3;
Fundstellen:
BVerwGE 85, 5
DRsp VI(645)89b
DVBl 1990, 649
DÖV 1990, 1020
NVwZ-RR 1990, 426

BVerwG - 28.02.1990 (6 P 21.87) - DRsp Nr. 1992/5079

BVerwG, vom 28.02.1990 - Aktenzeichen 6 P 21.87

DRsp Nr. 1992/5079

Mögliche Rechtfertigung des Weiterbeschäftigungsverlangens eines Ersatzmitgliedes des Personalrats durch häufige Vertretungstätigkeit.

»Ein Weiterbeschäftigungsverlangen eines Ersatzmitgliedes des Personalrats ist in entsprechender Anwendung des § 9 Abs. 2 und 3 BPersVG gerechtfertigt, wenn zeitlich getrennte Vertretungstätigkeiten in einer so großen Zahl von Einzelfällen ausgeübt worden sind, daß sie in ihrer Gesamtheit einer über einen längeren, in sich geschlossenen Zeitraum bestehenden Ersatzmitgliedschaft im Personalrat gleichkommen, und wenn sich eine mißbräuchliche Begünstigung ausschließen läßt (Fortentwicklung der Rechtspr. des Senats Ä vgl. BVerwGE 74, 280 [Leitsatzabdruck unter VI (645) 79 g]).«

Normenkette:

BPersVG § 9 Abs.2, Abs.3;
Fundstellen
BVerwGE 85, 5
DRsp VI(645)89b
DVBl 1990, 649
DÖV 1990, 1020
NVwZ-RR 1990, 426