VGH Bayern - Beschluss vom 15.10.2002
8 ZB 02.571
Normen:
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 4; BauGB § 35 Abs. 3 Nr. 5; BBergG § 48 Abs. 2 S. 1; BBergG § 52 Abs. 1; BBergG § 55 Abs. 1 Nr. 9; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 13a Abs. 2; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 49; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 6a Abs. 1;
Fundstellen:
BauR 2003, 357
BRS 65 Nr. 221
NuR 2003, 235
UPR 2003, 200
Vorinstanzen:
VG Ansbach, vom 29.11.2001 - Vorinstanzaktenzeichen AN 16 K 00.1450

Bauplanungsrecht: Vorrang von Naturschutz- vor Bauplanungsrecht bei Zulässigkeitsprüfung eines im Außenbereich privilegierten Sandabbauvorhabens

VGH Bayern, Beschluss vom 15.10.2002 - Aktenzeichen 8 ZB 02.571

DRsp Nr. 2009/18403

Bauplanungsrecht: Vorrang von Naturschutz- vor Bauplanungsrecht bei Zulässigkeitsprüfung eines im Außenbereich privilegierten Sandabbauvorhabens

Die Zulassung eines im Außenbereich privilegierten Sandabbauvorhabens, das in einem Landschaftsschutzgebiet und in einem durch Regionalplan festgelegten landschaftlichen Vorbehaltsgebiet ausgeführt werden soll, ist anhand der naturschutzrechtlichen und landesplanungsrechtlichen Vorschriften zu beurteilen, die als speziellere Normen § 35 Abs. 3 Nr. 5 BauGB verdrängen.

I. Der Antrag auf Zulassung der Berufung wird abgelehnt.

II. Die Klägerin hat die Kosten des Antragsverfahrens zu tragen.

III. Der Streitwert für das Antragsverfahren wird auf 130.000 Euro festgesetzt.

Normenkette:

BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 4; BauGB § 35 Abs. 3 Nr. 5; BBergG § 48 Abs. 2 S. 1; BBergG § 52 Abs. 1; BBergG § 55 Abs. 1 Nr. 9; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 13a Abs. 2; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 49; BayNatSchG (Naturschutzgesetz Bayern) Art. 6a Abs. 1;

Gründe:

I.