VGH Bayern - Beschluss vom 26.09.2002
8 C 02.1435
Normen:
BauGB § 85; BauGB § 217; BayEG (Enteignungsgesetz Bayern) Art. 1; BayEG (Enteignungsgesetz Bayern) Art. 39; BayStrWG (Straßen- und Wegegesetz Bayern) Art. 9; BayStrWG (Straßen- und Wegegesetz Bayern) Art. 40;
Fundstellen:
BayVBl 2003, 597
DÖV 2003, 214
DVBl 2003, 215
NVwZ-RR 2003, 255
UPR 2003, 80
Vorinstanzen:
VG Regensburg, vom 14.05.2002 - Vorinstanzaktenzeichen RN 13 K 01.1692

Straßenrecht: Konkurrenz zwischen landesstraßenrechtlicher und städtebaulicher Enteignung

VGH Bayern, Beschluss vom 26.09.2002 - Aktenzeichen 8 C 02.1435

DRsp Nr. 2009/18402

Straßenrecht: Konkurrenz zwischen landesstraßenrechtlicher und städtebaulicher Enteignung

Für die Widmung einer Straßenfläche, die Teil einer längeren Wegeverbindung ist, ist regelmäßig auch dann nicht nach §§ 85 ff. BauGB, sondern nach Landesenteignungsrecht zu enteignen, wenn diese im räumlichen Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt und zugleich der Erschließung dort befindlicher Anwesen dient.

I. Der Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichts Regensburg vom 14. Mai 2002 wird geändert. Der Verwaltungsrechtsweg wird für zulässig erklärt.

II. Die Beschwerde zum Bundesverwaltungsgericht wird nicht zugelassen.

III. Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens bleibt der Endentscheidung des Verwaltungsgerichts vorbehalten.

Normenkette:

BauGB § 85; BauGB § 217; BayEG (Enteignungsgesetz Bayern) Art. 1; BayEG (Enteignungsgesetz Bayern) Art. 39; BayStrWG (Straßen- und Wegegesetz Bayern) Art. 9; BayStrWG (Straßen- und Wegegesetz Bayern) Art. 40;

Gründe:

I.

Die Kläger wenden sich gegen eine Besitzeinweisung für eine Wegefläche.