Die Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit) im Baugewerbe

1. Begriff

Von Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassung) spricht man, wenn ein Arbeitgeber (Verleiher) einem Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) an einen Dritten (Entleiher) gewerbsmäßig zur Arbeitsleistung überlässt. Dabei wird zwischen dem Verleihunternehmen und dem entleihenden Betrieb ein Überlassungsvertrag geschlossen, der nach § 12 Abs. 1 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) schriftlich abgeschlossen werden muss.

Der Arbeitnehmer bleibt an den Verleiher durch einen Arbeitsvertrag gebunden. Der Verleiher hat daher weiterhin den Lohn zu zahlen, die Sozialkosten und die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung sowie den Beitrag an die Sozialkassen des Baugewerbes abzuführen. Vom Entleiher bekommt der Verleiher für die Überlassung des Leiharbeitnehmers ein Entgelt, dessen Höhe im Überlassungsvertrag zu regeln ist.

2. Gleichstellungsgrundsatz

Gemäß der seit dem 01.01.2004 geltenden Gesetzeslage (§ 3 Abs. 1 Ziff. 3 AÜG) darf der Leiharbeiter sowohl bezüglich des Arbeitsentgelts als auch bezüglich der Zuschläge nicht schlechter gestellt werden als vergleichbare Stammmitarbeiter.