Vertragsschluss

Form und Zeitpunkt

1.

Der Architektenvertrag als solcher unterliegt in aller Regel keinem Formzwang. Dies kann allenfalls dann eingeschränkt sein, wenn bestimmte öffentlich-rechtliche Vertretungsvorschriften (z.B. von Gemeinden etc.) bestimmte Formvorschriften fordern.

2.

Ganz anders ist die Sachlage bei der Honorarvereinbarung. Soll ein Honorar geltend gemacht werden, das von den Mindestsätzen abweicht, so kann dies nur auf der Grundlage einer wirksamen Honorarvereinbarung geschehen. Bei der Architektenhonorarklage sind bzgl. des Abschlusses einer Honorarvereinbarung zwei Gesichtspunkte von Bedeutung. nämlich die Form und der Zeitpunkt. Nach § 4 Abs. 1 HOAI (1996) bzw. § 7 Abs. 1 HOAI (2009)/(2013) richtet sich nämlich das Honorar nach der schriftlichen Vereinbarung bei Auftragserteilung.

Geltung der HOAI

Entstehung
Sachlicher Anwendungsbereich

1.
Die "Honorarordnung für Architekten und Ingenieure" ( HOAI ) trat am 01.01.1977 in Kraft und wurde seither durch die erste Änderungsverordnung vom 17.07.1984, die zweite Änderungsverordnung vom 10.06.1985, die dritte Änderungsverordnung vom 17.03.1988, die vierte Änderungsverordnung vom 13.12.1990, die fünfte Änderungsverordnung vom 21.09.1995 geändert, wobei auch durch den Abschn. IV des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands - Einigungsvertrag - im Kapitel 5 Ausnahmeregelungen für die neuen Bundesländer geschaffen wurden, die im Wesentlichen bis 31.12.1992 befristet waren.