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Interesse des Bauherrn auf Erteilung der Schlussrechnung

Wenn nicht gerade ein Pauschalpreisvertrag zugrunde liegt, dürfte ein Bauherr wohl stets ein Interesse daran haben, möglichst bald nach Fertigstellung der von ihm in Auftrag gegebenen Bauleistung die Schlussrechnung für diese Bauleistung vorgelegt zu bekommen. Erst nach Vorlage dieser Schlussrechnung weiß er ja in den meisten Fällen, was die von ihm gewünschte Bauleistung tatsächlich kostet.

Ein besonderes Interesse nach Vorlage der Schlussrechnung liegt bei einem Bauherrn stets dann vor, wenn dieser befürchtet, bereits durch seine Abschlagszahlungen eine Überzahlung geleistet zu haben. In einem solchen Fall wird der Bauherr stets darauf drängen, dass der Bauunternehmer seiner Pflicht zur Erstellung dieser Schlussrechnung umgehend nachkommt.

Frist zur Erteilung der Schlussrechnung

Die VOB/B kommt diesem allgemeinen Bedürfnis eines Auftraggebers nach möglichst baldiger Vorlage der Schlussrechnung in § 14 Nr. 3 VOB/B nach und schreibt vor, dass eine »Schlussrechnung bei Leistungen mit einer vertraglichen Ausführungsfrist von höchstens drei Monaten, spätestens zwölf Werktage nach Fertigstellung eingereicht werden muss und sich diese Frist um je sechs Werktage für weitere drei Monate Ausführungsfrist verlängert, wenn nichts anderes vereinbart ist«.

Rechnungsstellung = vertragliche Nebenpflicht des AN