2.3 Antragsinhalt

Autor: König

Rechtsgrundlage

Welchen Inhalt ein Antrag auf Erteilung eines Erbscheins haben muss, ergibt sich im Wesentlichen aus § 352 FamFG. Im Fall einer gesetzlichen Erbfolge richtet sich der maßgebliche Inhalt des Antrags nach § 352 Abs. 1 FamFG, im Fall einer gewillkürten Erbfolge richtet sich der Inhalt des Antrags nach § 352 Abs. 2 FamFG (= §§ 2354, 2355 BGB a.F.).

Form

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Antrag im Grunde formlos gestellt werden kann, lediglich die Umstände gem. § 352 Abs. 3 FamFG (= § 2356 Abs. 2 BGB a.F.) sind eidesstattlich zu versichern, wobei die eidesstattliche Versicherung entweder vor einem Notar oder vor dem Rechtspfleger des Nachlassgerichts eines jeden Amtsgerichts oder - im Fall des Auslandsaufenthalts des Antragstellers - vor einer Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland abgegeben werden kann. In der Praxis erfolgen alle Angaben sowie die eidesstattliche Versicherung zusammen in einer Urkunde. Zuständig für die Abnahme eidesstattlicher Versicherungen sind nur deutsche Notare oder deutsche Konsularbeamte, nicht jedoch ausländische Notare (OLG München, Beschl. v. 15.11.2005 - 31 Wx 056/05).

Eidesstattliche Versicherung