6.4 Zwangsvollstreckung

Autor: Gülpen

Zwangsvollstreckung in Nachlassvermögen, das der Verwaltung des Testamentsvollstreckers unterliegt

Für die Zwangsvollstreckung in einen vom Testamentsvollstrecker im Ganzen verwalteten Nachlass ist ein gegen ihn ergangenes Urteil erforderlich und ausreichend (§ 748 Abs. 1 ZPO; Gottwald/Mock, Zwangsvollstreckung, 7. Aufl. 2015, § 748 ZPO Rdnr. 2). Der Vorbehalt der beschränkten Erbenhaftung ist unnötig (§ 780 Abs. 2 ZPO). Im Fall der Teilverwaltung bedarf es eines Leistungsurteils gegen den Erben, der sich die Haftungsbeschränkung im Urteil vorbehalten lassen muss (§ 780 Abs. 1 ZPO). Zur Zwangsvollstreckung in die verwaltungsunterworfenen Nachlassgegenstände ist ein Duldungsurteil gegen den Testamentsvollstrecker erforderlich (vgl. § 748 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 2213 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 BGB).

Vollstreckungsmaßnahmen gegen Erben