Mandatssituation 8.8: Erbauseinandersetzung

Autor: Klose

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Die drei Geschwister sind Miterben zu je 1/3. Zum Nachlass gehört ein Grundstück mit einem Mehrfamilienhaus. Der Mandant als Miterbe möchte die Erbengemeinschaft auseinandersetzen und fragt, ob eine Teilung des Mehrfamilienhauses unter den Miterben durch Begründung von Wohnungseigentum möglich ist.

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Praxistipp

Lassen Sie sich die Kopien der Anzeigen von Kreditinstituten über hinterlassene Guthabenkonten gem. § 33 Abs. 1 ErbStG vorlegen und besorgen Sie sich das Nachlassverzeichnis durch Akteneinsicht in die Nachlassakte.

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Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft

Die Auseinandersetzung umfasst sämtliche Vorgänge, die zur Aufhebung der Erbengemeinschaft erforderlich sind. Hierzu gehören insbesondere die Berichtigung der Nachlassverbindlichkeiten nach § 2046 BGB , die Verteilung des Überschusses nach § 2047 BGB und die Ausgleichung von Vorempfängen nach §§ 2050 ff. BGB . Abgeschlossen ist die Auseinandersetzung, wenn sämtliche Nachlassgegenstände auf die Miterben verteilt, d.h. aus dem gesamthänderisch gebundenen Sondervermögen in das Eigenvermögen der Miterben überführt worden sind.

Praxistipp

Bei der Übertragung ist die jeweilige für den einzelnen Nachlassgegenstand vorgesehene Form einzuhalten: Bei beweglichen Sachen: Einigung und Übergabe (§ 929 BGB ), bei Grundstücken: Auflassung und Eigentumseintragung im Grundbuch (§§ 925 , 873 BGB ), bei Forderungen: Abtretung (§ 398 BGB ), bei Verbindlichkeiten: Schuldübernahme (§§ 414 ff. BGB ).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der erbrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Erbrecht:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Erbrecht:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Erbrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit erbrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der erbrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“