6.2 Einvernehmliche Auseinandersetzung

Autor: Klose

Eine Auseinandersetzung durch vollständige Verteilung des Nachlasses kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden.

6.2.1 Erbauseinandersetzungsvertrag

Zum einen können die Miterben sämtliche Nachlassgegenstände gemeinsam veräußern und den Erlös entsprechend der Quoten teilen, oder einzelne Miterben können bestimmte Nachlassgegenstände übernehmen und die anderen auszahlen.

Abschluss eines Erbauseinandersetzungsvertrags

Zur vertraglichen Einigung über die konkrete Aufteilung des Nachlasses können die Miterben einen Teilungsvertrag schließen. Einen solchen Erbauseinandersetzungsvertrag kennt das Gesetz als Vertragstypus nicht. Es handelt sich, wenn mehr als zwei Miterben vorhanden sind, um einen mehrseitigen Vertrag, der nach der Rechtsprechung kaufähnlichen Charakter hat und auf den deshalb Kaufrecht analog anzuwenden ist, insbesondere im Recht der Mängelhaftung und der Leistungsstörungen (§§ 2042 Abs. 2 , 757 ). Bezüglich der inhaltlichen Ausgestaltung dieses Vertrags sind die Erben frei. Sie können insbesondere von den gesetzlichen Auseinandersetzungsvorschriften der §§ ff. abweichende Vereinbarungen treffen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der erbrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Erbrecht:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Erbrecht:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Erbrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit erbrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der erbrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“