Mandatssituation 6.4: Erbschein für Nacherben

Autor: König

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Es existiert ein Erbschein, der die E als befreite Vorerbin nach dem A ausweist, wobei ausgewiesen ist, dass der Nacherbfall mit dem Tod der Vorerbin eintreten soll.

Nach dem maßgeblichen Testament sollen im Falle des Todes der E, B und C Nacherben des A zu gleichen Teilen sein. E ist am 13.03.2013 verstorben. B und C wollen nunmehr einen Erbschein nach dem A beantragen.

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Der Eintritt des Nacherbfalls ist durch eine Sterbeurkunde der E nachzuweisen. Der Antrag auf Erteilung eines neuen Erbscheins nach A kann i.d.R. formlos gestellt werden, ggf. ist zu beantragen, dass die Abgabe einer neuerlichen eidesstattlichen Versicherung erlassen wird.

Die Einziehung des alten Erbscheins, der wegen des Eintritts des Nacherbfalls unrichtig geworden ist, muss nicht ausdrücklich beantragt werden, da die Einziehung von Amts wegen zu erfolgen hat.