Mandatssituation 11.2.2: Auskunftsstufenklage gegen den Bevollmächtigten

Autor: Klose

Sachverhalt Checkliste Lösung Verfahren

Die Geschwister sind Miterben zu je 1/2 nach dem Tod der Mutter. Bereits zu Lebzeiten erledigte die Tochter für die Mutter die Besorgungen und hatte Bankvollmacht. Mit dieser Bankvollmacht hat sie in den letzten Jahren mehrere Barabhebungen vom Konto der Mutter getätigt. Die Schwester erklärt hierzu, dass sie für die einzelnen Barabhebungen entsprechende Anweisungen der Mutter erhalten und dieser das Geld auch jeweils übergeben habe. Der Sohn als Miterbe besitzt demgegenüber keine Kenntnis über den Nachlass, da er in den letzten Jahren nur wenig Kontakt zu Mutter und Schwester hatte. Er bittet um Vertretung gegenüber der Schwester.

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Siehe hierzu die Checkliste in Mandatssituation 13.3.

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Kein allgemeiner Auskunftsanspruch

Im Unterschied zum Anspruch des Pflichtteilsberechtigten kennt das BGB keine allgemeine Auskunftspflicht unter Miterben. Auch der BGH lehnt wechselseitige Auskunftspflichten zwischen Miterben, allein basierend auf der Erbengemeinschaft als solcher, ab, weil es an einer hierfür notwendigen Sonderbeziehung fehle.

Auskunftspflicht nach § 242 BGB