Gutes und erfolgreiches Prompting (nicht nur) im Erbrecht

Autor: Knauss

A. Einführung

Das Prompting – also die gezielte Aufgabenstellung an eine KI – gewinnt auch im juristischen Alltag zunehmend an Bedeutung. Gerade im Erbrecht können KI-gestützte Tools den Arbeitsalltag erleichtern und zur Effizienzsteigerung beitragen. Dabei gilt es, einige Grundprinzipien zu beachten:

Klarheit und Präzision: Formulieren Sie Ihre Anfragen so konkret wie möglich. Je genauer der Input, desto hilfreicher ist i.d.R. die Antwort der KI.

Klare Rollenbeschreibung: Geben Sie der KI klar vor, aus welcher Rolle heraus sie agieren soll („Stell dir vor, du bist Fachanwalt für Erbrecht.“) und an welche Zielgruppe sich ihre Antwort richtet. Geben Sie auch vor, ob die KI juristisch antworten soll oder nicht.

Anpassung an den Kontext: Berücksichtigen Sie den Komplexitätsgrad der Aufgabe. Für einfache Abfragen genügt oft ein kurzer Prompt, während komplexe Analysen detailliertere Vorgaben erfordern.

Praxisbeispiele einbinden: Nutzen Sie fiktive oder anonymisierte Fallbeispiele, um konkrete Anwendungsfälle abzubilden und die Antwort noch praxisnäher zu gestalten.

Iterativer Ansatz: Testen Sie unterschiedliche Formulierungen und verfeinern Sie Ihre Prompts, bis das Ergebnis Ihren Erwartungen entspricht. Macht die KI Fehler, weisen Sie die KI darauf hin und fordern Sie sie auf, es besser zu machen.