OLG Brandenburg - Beschluss vom 18.12.2023
13 WF 195/23
Normen:
FamFG § 89 Abs. 2;
Fundstellen:
NZFam 2024, 457
FamRZ 2024, 953
Vorinstanzen:
AG Nauen, vom 03.11.2023 - Vorinstanzaktenzeichen 21 F 111/21

Festsetzung eines Ordnungsgelds in einer Umgangssache

OLG Brandenburg, Beschluss vom 18.12.2023 - Aktenzeichen 13 WF 195/23

DRsp Nr. 2024/7001

Festsetzung eines Ordnungsgelds in einer Umgangssache

Tenor

1. Auf die Beschwerde der Antragstellerin wird der am 03.11.2023 erlassene Beschluss des Amtsgerichts Nauen - 21 F 111/21 - abgeändert und der Antrag des Antragsgegners auf Festsetzung eines Ordnungsmittels gegen die Antragstellerin abgewiesen.

2. Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren und das Beschwerdeverfahren werden nicht erhoben. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

Normenkette:

FamFG § 89 Abs. 2;

Gründe

1. Die Antragstellerin wendet sich gegen die Festsetzung eines Ordnungsgelds in einer Umgangssache.

Durch Beschluss des Senats vom 24.10.2022 (13 UF 12/22) ist der persönliche Umgang der Antragstellerin mit ihren drei Kindern, die im Haushalt des Antragsgegners, ihres Vaters, leben, für den Zeitraum bis zum 31.10.2023 ausgeschlossen worden.

Im Rahmen einer zum 01.09.2023 aufgenommenen Ausbildung zur Erzieherin trat die Antragstellerin am selben Tag ein ausbildungsbegleitendes Praktikum in der von ihrem Sohn H... besuchten Horteinrichtung der A. D...schule in F... an. Auf die Intervention des Antragsgegners gegenüber dem Ausbildungsträger der Antragstellerin wurde das Ausbildungsverhältnis mit der Antragstellerin aufgelöst.