Mandatssituation 4.1: Grundfall Kindesunterhalt Mandatssituation 4.2: Auskunft Mandatssituation 4.3: Einstweilige Anordnung Kindesunterhalt Mandatssituation 4.4: Mehrbedarf beim Kindesunterhalt Mandatssituation 4.5: Kindesunterhalt beim Wechselmodell Mandatssituation 4.6: Unterhalt des volljährigen Kindes Mandatssituation 4.7: Trennungsunterhalt (mit Wohnwert) Mandatssituation 4.7a: Trennungsunterhalt (Naturalunterhalt) Mandatssituation 4.8: Nachehelicher Unterhalt Mandatssituation 4.9: Dreiteilung beim Ehegattenunterhalt Mandatssituation 4.10: Unterhalt der nicht verheirateten Mutter Mandatssituation 4.11: Gutverdienender Single: "Mutti wird allmählich gebrechlich" - Die vorsorgende Beratung hinsichtlich Elternunterhalt Mandatssituation 4.12: Familienvater: "Das Sozialamt will Elternunterhalt" - Berechnung von Elternunterhalt unter Berücksichtigung mehrerer Unterhaltsberechtigter Mandatssituation 4.13: Trotz Gutverdiener-Ehemann und Vermögen: keine Elternunterhaltspflicht Mandatssituation 4.14: Kein Elternunterhalt trotz hohen Vermögens Mandatssituation 4.15: Mehrere erwachsene Kinder: "Ich sehe nicht ein, für die anderen mitzubezahlen" - Die Geschwisterhaftung beim Elternunterhalt Mandatssituation 4.16: Das vernachlässigte Kind: "Vati hat sich nie um mich gekümmert" - Verwirkung von Elternunterhalt wegen unbilliger Härte Mandatssituation 4.17: Vorweg geerbt: "Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen" - Rückforderung von Schenkung wegen Verarmung Mandatssituation 4.18: Anruf aus dem Altenheim: "Mein Geld geht zur Neige, bitte verklagen Sie meinen Sohn" - Elternunterhaltsforderung aus Sicht des Berechtigten

Mandatssituation 4.17: Vorweg geerbt: "Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen" - Rückforderung von Schenkung wegen Verarmung

Autor: Mainz-Kwasniok

Sachverhalt Checkliste Lösung Verfahren

Oma Olga Bruns war immer schon großzügig. Zu Weihnachten steckte sie all ihren Verwandten gern große Scheine in Umschläge. Zwei Jahre bevor Frau Bruns unerwartet ins Altenheim musste, hatte sie „mit warmen Händen verteilt“: Enkel Eberhard bekam 10.000 € für eine Weltreise zwischen Abitur und Studium. Nichte Nicole durfte sich auf Omas Kosten für 15.000 € ein neues Auto aussuchen, das aber inzwischen einen Totalschaden erlitten hat. Tochter Traudel bekam 30.000 €, um sich ihre Traumeinbauküche zu kaufen. Ihr Mandant Martin hatte für sein Geschenk von 20.000 € nicht direkt Verwendung und zahlte es in einen Sparvertrag ein. Oma Olga hatte nie damit gerechnet, dass ihre Rente einmal nicht mehr für ihre sparsamen Bedürfnisse reichen würde – nun muss sie einen Sozialhilfeantrag stellen, weil auch ihr letzter Notgroschen bereits in die Heimkosten geflossen ist.

Sachverhalt Checkliste Lösung Verfahren

Alle Schenkungen der letzten zehn Jahre durch den bedürftigen Elternteil (an Mandanten und an andere) ermitteln

Anstandsschenkungen zu wiederkehrenden Gelegenheiten (Geburtstag, Weihnachten) können unberücksichtigt bleiben

statistische Lebenserwartung des Elternteils x Bedürftigkeit ins Verhältnis zur Schenkungshöhe setzen

Entreicherungseinwand prüfen

Prüfen, ob durch Herausgabe des Geschenks der eigene Unterhalt gefährdet wäre