OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 06.05.1997
1 WF 266/96
Normen:
ZPO § 114 , § 621 Abs. 1 , § 623 ;
Fundstellen:
FamRZ 1997, 1411
JurBüro 1997, 480
NJW-RR 1997, 1167
OLGReport-Frankfurt 1998, 51

OLG Frankfurt/Main - Beschluß vom 06.05.1997 (1 WF 266/96) - DRsp Nr. 1998/3026

OLG Frankfurt/Main, Beschluß vom 06.05.1997 - Aktenzeichen 1 WF 266/96

DRsp Nr. 1998/3026

1. Auch wenn es grundsätzlich jeder Partei freisteht, Familiensachen des § 621 Abs. 1 ZPO im Verbund anhängig zu machen oder isolierte Verfahren zu betreiben, wird diese Dispositionsfreiheit durch die Rücksicht eingeschränkt, die derjenige zu nehmen hat, der öffentliche Hilfe wie hier die Prozeßkostenhilfe in Anspruch nimmt. 2. Da es Art. 3 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip gebieten, die Situation von Bemittelten und Unbemittelten im Bereich des Rechtsschutzes weitgehend anzugleichen, reicht jeder vernünftige Grund für eine isolierte Geltendmachung aus, Bedenken hinsichtlich eines mutwilligen Verhaltens im Sinne des § 114 ZPO auszuräumen. 3. Liegen solche vernünftige Gründe nicht vor, führt dies nicht zur vollständigen Versagung der Prozeßkostenhilfe, da auch bei Geltendmachung im Scheidungsverbund Kosten angefallen wären, die im Rahmen der Prozeßkostenhilfe hätten übernommen werden müssen. Die Prozeßkostenhilfe ist dann vielmehr der Höhe nach auf die Kosten zu beschränken, die auch im Verbund entstanden wären.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“