OLG Karlsruhe - Beschluß vom 16.12.1992
5 UF 195/92
Normen:
BGB § 1671 ;
Fundstellen:
DAVorm 1993, 950
FamRZ 1994, 392

»1. Die Belassung der elterlichen Sorge nach Scheidung bei beiden Eltern setzt voraus, daß beide Eltern gewillt sind, die Verantwortung für ihr Kind auch nach der Scheidung gemeinschaftlich zu tragen, und kann daher nicht angeordnet werden, wenn ein Elternteil dieser beabsichtigten Regelung widerspricht.2. Erforderlich ist daher, daß der beiderseitige Wille der Eltern auf Fortsetzung der gemeinsamen elterlichen Sorge seinen Ausdruck in einem entsprechenden übereinstimmenden Vorschlag findet.«

OLG Karlsruhe, Beschluß vom 16.12.1992 - Aktenzeichen 5 UF 195/92

DRsp Nr. 1994/11256

»1. Die Belassung der elterlichen Sorge nach Scheidung bei beiden Eltern setzt voraus, daß beide Eltern gewillt sind, die Verantwortung für ihr Kind auch nach der Scheidung gemeinschaftlich zu tragen, und kann daher nicht angeordnet werden, wenn ein Elternteil dieser beabsichtigten Regelung widerspricht. 2. Erforderlich ist daher, daß der beiderseitige Wille der Eltern auf Fortsetzung der gemeinsamen elterlichen Sorge seinen Ausdruck in einem entsprechenden übereinstimmenden Vorschlag findet.«

Normenkette:

BGB § 1671 ;

Hinweise:

Vgl. AG Groß-Gerau, FamRZ 1993, 462 mit Anmerkung von Luthin, FamRZ 1993, 463 ; AG Groß-Gerau FamRZ 1994, 922 mit Anmerkung von Luthin, FamRZ 1994, 923 ; OLG Frankfurt FamRZ 1993, 1352 = NJW-RR 1994, 388 und AG Mannheim, FamRZ 1994, 923 mit Anmerkung von Luthin, FamRZ 1994, 924

Fundstellen
DAVorm 1993, 950

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