OLG Frankfurt/Main - Urteil vom 31.07.1997
5 UF 14/97
Normen:
BGB § 1361 , § 1565 ; EGBGB Art. 18 ; äthiopisches ZGB Art. 623 Abs. 2, Art. 671 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1431

OLG Frankfurt/Main - Urteil vom 31.07.1997 (5 UF 14/97) - DRsp Nr. 1999/1217

OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 31.07.1997 - Aktenzeichen 5 UF 14/97

DRsp Nr. 1999/1217

1. Die Scheidung einer eritreischen Ehe durch einen religiösen Gerichtshof in Eritrea kann nach dem in Eritrea anzuwendenden äthiopischen Recht (Art. 623 Abs. 2, 671 ZGB) nur als Scheidungsgrund geltend gemacht werden. Die Ehescheidung selbst hat keine Wirkung für den Staat. Daraus folgt, daß die Scheidung auch durch andere Staaten, unabhängig davon, ob Anerkennungsvereinbarungen bestehen oder nicht, nicht anzuerkennen ist. 2. Da die Parteien mithin nicht als geschiedene sondern als getrennt lebende Eheleute zu betrachten sind, ist nach Art.18 EGBGB für den Trennungsunterhalt deutsches Recht anzuwenden. 3. Soweit in diesem Zusammenhang die Frage des Aufenthaltsortes zu beantworten ist, ist auf den faktischen Aufenthalt abzustellen. Dieser faktische Aufenthalt ist in Deutschland, wenn die Partei seit längerer Zeit (hier: mindestens seit drei Jahren) ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, lediglich kurzfristig unterbrochen durch einen viermonatigen Aufenthalt im Heimatland.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“