LG Berlin - Beschluß vom 04.11.1988
83 T 358/88
Normen:
BGB § 1741 Abs. 1 ;
Fundstellen:
FamRZ 1989, 427

1. Die vom Gesetz geforderte Prognose für die künftige Entwicklung der Beziehungen zwischen den Beteiligten eines Adoptionsverfahrens setzt unter anderem eine Beurteilung des Gesundheitszustandes der Annehmenden voraus.2. Ansteckende Krankheiten, die nicht kurzfristig behoben werden können, sowie solche gesundheitlichen Störungen, die lebensverkürzend wirken oder zu frühem Siechtum, schwerer Gebrechlichkeit oder nachhaltiger Einschränkung der Erziehungs- oder Erwerbsfähigkeit führen können, müssen vor der Entscheidung über die Adoption bekannt sein, weil sonst eine zuverlässige Prognose nicht gestellt werden kann.3. Deshalb ist es im Rahmen der Prüfung, ob die Adoption eines Kleinkindes durch ein Ehepaar dem Wohle des Kindes dient und ob die Herstellung eines dauerhaften Eltern-Kind-Verhältnisses gewährleistet scheint, regelmäßig erforderlich und gerechtfertigt, daß das Vormundschaftsgericht eine Untersuchung der Adoptionsbewerber und des Kindes auf HIV-Antikörper, bei dem Kind zusätzlich auf Lues, verlangt.

LG Berlin, Beschluß vom 04.11.1988 - Aktenzeichen 83 T 358/88

DRsp Nr. 1996/23371

1. Die vom Gesetz geforderte Prognose für die künftige Entwicklung der Beziehungen zwischen den Beteiligten eines Adoptionsverfahrens setzt unter anderem eine Beurteilung des Gesundheitszustandes der Annehmenden voraus. 2. Ansteckende Krankheiten, die nicht kurzfristig behoben werden können, sowie solche gesundheitlichen Störungen, die lebensverkürzend wirken oder zu frühem Siechtum, schwerer Gebrechlichkeit oder nachhaltiger Einschränkung der Erziehungs- oder Erwerbsfähigkeit führen können, müssen vor der Entscheidung über die Adoption bekannt sein, weil sonst eine zuverlässige Prognose nicht gestellt werden kann. 3. Deshalb ist es im Rahmen der Prüfung, ob die Adoption eines Kleinkindes durch ein Ehepaar dem Wohle des Kindes dient und ob die Herstellung eines dauerhaften Eltern-Kind-Verhältnisses gewährleistet scheint, regelmäßig erforderlich und gerechtfertigt, daß das Vormundschaftsgericht eine Untersuchung der Adoptionsbewerber und des Kindes auf HIV-Antikörper, bei dem Kind zusätzlich auf Lues, verlangt.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“