OLG Bamberg - Beschluss vom 29.10.1997
7 UF 169/97
Normen:
BGB § 1587c Nr. 1 ;
Fundstellen:
FamRZ 1999, 932

OLG Bamberg - Beschluss vom 29.10.1997 (7 UF 169/97) - DRsp Nr. 1999/9631

OLG Bamberg, Beschluss vom 29.10.1997 - Aktenzeichen 7 UF 169/97

DRsp Nr. 1999/9631

1. Ein einzelnes Körperverletzungsdelikt vermag ohne das Hinzutreten sonstiger Umstände allenfalls dann eine Anwendung der Härteklausel des § 1587c Nr. 1 BGB zu rechtfertigen, wenn es nahe an ein Tötungsdelikt heranreicht. 2. Ein Sachverhalt, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Ausgleichsberechtigte nach seiner Tat für eine ärztliche Versorgung des Ausgleichspflichtigen gesorgt hat, und durch den keine bleibenden gesundheitlichen Dauerschäden entstanden sind, ist nicht derart, dass die vollständige Durchführung des Versorgungsausgleichs seinem Grundgedanken der Teilhabe an Vermögenswerten, die die Eheleute in den zurückliegenden guten Tagen ihrer Ehe gemeinsam erwirtschaftet haben und die nur wegen der in der Ehe gewählten Aufgabenverteilung einem von ihnen bis zum Scheitern der Ehe rechtlich zugeordnet worden waren, in unerträglichen Weise widersprechen würde (hier: Schlag mit einem Gegenstand in den Nacken, was zu Bewusstlosigkeit und Einlieferung ins Krankenhaus sowie zu einer Bestrafung wegen gefährlicher Körperverletzung geführt hat).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“