AG Northeim - Beschluß vom 23.12.1998
5 XVII L 35
Normen:
BGB § 1836 Abs. 1 ;
Fundstellen:
BtPrax 1999, 79

1. Eine berufsmäßige Führung der Betreuung liegt immer dann schon vor, unabhängig von der Zahl der Betreuungen und der dafür aufgewandten Zeit, wenn der dem Betreuer übertragene Aufgabenkreis ohnehin zu seiner - auch andere Geschäfte als Betreuungen umfassenden - Berufstätigkeit gehört.2. Nach diesem Grundsatz ist jede rechtliche Betreuung durch einen Rechtsanwalt oder vermögensrechtliche Betreuung durch einen Steuerberater eine berufsmäßige Führung der Betreuung.3. Nichts anderes kann gelten, wenn eine Sozialarbeiterin, die anderweit eine Dreiviertelstelle als vollbeschäftigte Angestellte innehat, in ihrer Eigenschaft als Sozialarbeiterin zwar lediglich vier Betreuungen führt, aber ihre berufsbezogenen Kenntnisse, die sie auch anderweitig entgeltlich einsetzt, in die Arbeit mit den Betreuten einbringt.

AG Northeim, Beschluß vom 23.12.1998 - Aktenzeichen 5 XVII L 35

DRsp Nr. 1999/4838

1. Eine berufsmäßige Führung der Betreuung liegt immer dann schon vor, unabhängig von der Zahl der Betreuungen und der dafür aufgewandten Zeit, wenn der dem Betreuer übertragene Aufgabenkreis ohnehin zu seiner - auch andere Geschäfte als Betreuungen umfassenden - Berufstätigkeit gehört. 2. Nach diesem Grundsatz ist jede rechtliche Betreuung durch einen Rechtsanwalt oder vermögensrechtliche Betreuung durch einen Steuerberater eine berufsmäßige Führung der Betreuung. 3. Nichts anderes kann gelten, wenn eine Sozialarbeiterin, die anderweit eine Dreiviertelstelle als vollbeschäftigte Angestellte innehat, in ihrer Eigenschaft als Sozialarbeiterin zwar lediglich vier Betreuungen führt, aber ihre berufsbezogenen Kenntnisse, die sie auch anderweitig entgeltlich einsetzt, in die Arbeit mit den Betreuten einbringt.

Normenkette:

BGB § 1836 Abs. 1 ;

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“