OLG Brandenburg - Beschluß vom 18.08.1997
9 WF 90/97
Normen:
BGB § 1672 ; FGG § 19 Abs. 1 ; ZPO § 620 Nr. 1 , § 621a;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1249
NJW-RR 1998, 148

OLG Brandenburg - Beschluß vom 18.08.1997 (9 WF 90/97) - DRsp Nr. 1999/4705

OLG Brandenburg, Beschluß vom 18.08.1997 - Aktenzeichen 9 WF 90/97

DRsp Nr. 1999/4705

1. Eine vorläufige Anordnung (hier: zur Regelung eines Teilbereichs der elterlichen Sorge) ist nur zulässig, wenn ein dringendes Bedürfnis für ein unverzügliches Einschreiten besteht, das ein Abwarten bis zur endgültigen Entscheidung nicht gestattet, weil diese zu spät kommen und die Kindesinteressen nicht genügend wahren würde. 2. Auch wenn die Voraussetzungen für den Erlaß einer einstweiligen Anordnung eher nicht vorgelegen haben, kann die Beschwerde gegen die Anordnung zurückgewiesen werden, wenn eine Aufhebung der Anordnung dazu führen würde, daß noch vor der endgültigen Entscheidung über den Sorgerechtsantrag in der ersten Instanz ein weiterer Wechsel der Kinder zum anderen Elternteil stattfinden würde und dies den Kindern nicht zuzumuten ist. 3. Voraussetzung für eine solche Behandlung der Angelegenheit ist jedoch, daß zwischen den Elternteilen eine einvernehmliche Regelung des Umgangsrechts besteht.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
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  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“