OLG Koblenz - Beschluß vom 14.12.1989
15 W 850/89
Normen:
ZPO § 121 , § 115 ;
Fundstellen:
DAVorm 1991, 118

1. Für das Verfahren auf Anfechtung der ehelichen Abstammung ist eine Vertretung durch Anwälte nicht vorgeschrieben. In einem solchen Fall wird nach § 121 Abs. 2 S. 1 ZPO einer Partei auf ihren Antrag ein zur Vertretung bereiter Rechtsanwalt ihrer Wahl beigeordnet, wenn die Vertretung durch einen Rechtsanwalt erforderlich erscheint oder der Gegner durch einen Rechtsanwalt vertreten ist. Die Erforderlichkeit einer Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist im Einzelfall nach der Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage und den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Antragstellers zu beurteilen.2. Zwar wird bei einer beim Amtsgericht anhängigen Kindschaftssache überwiegend die Ansicht vertreten, daß grundsätzlich die Vertretung durch einen Rechtsanwalt geboten ist. Eine Ausnahme gilt aber, wenn es sich um einen tatsächlich und rechtlich einfach gelagerten Fall handelt, etwa wenn der Sachverhalt unstreitig ist.

OLG Koblenz, Beschluß vom 14.12.1989 - Aktenzeichen 15 W 850/89

DRsp Nr. 1997/1487

1. Für das Verfahren auf Anfechtung der ehelichen Abstammung ist eine Vertretung durch Anwälte nicht vorgeschrieben. In einem solchen Fall wird nach § 121 Abs. 2 S. 1 ZPO einer Partei auf ihren Antrag ein zur Vertretung bereiter Rechtsanwalt ihrer Wahl beigeordnet, wenn die Vertretung durch einen Rechtsanwalt erforderlich erscheint oder der Gegner durch einen Rechtsanwalt vertreten ist. Die Erforderlichkeit einer Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist im Einzelfall nach der Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage und den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Antragstellers zu beurteilen. 2. Zwar wird bei einer beim Amtsgericht anhängigen Kindschaftssache überwiegend die Ansicht vertreten, daß grundsätzlich die Vertretung durch einen Rechtsanwalt geboten ist. Eine Ausnahme gilt aber, wenn es sich um einen tatsächlich und rechtlich einfach gelagerten Fall handelt, etwa wenn der Sachverhalt unstreitig ist.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“