OLG Frankfurt/Main - Urteil vom 26.11.1997
17 U 215/96
Normen:
BGB § 242 , § 749 ; ZPO § 771 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 641
OLGReport-Frankfurt 1998, 85

OLG Frankfurt/Main - Urteil vom 26.11.1997 (17 U 215/96) - DRsp Nr. 1999/1216

OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 26.11.1997 - Aktenzeichen 17 U 215/96

DRsp Nr. 1999/1216

1. In ganz besonderen Einzelfällen kann das sich aus § 749 BGB ergebende Recht eines Miteigentümers (hier: des geschiedenen Ehemannes), jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen zu dürfen, nach § 242 BGB wegen Verstoßes gegen Treu und Glauben als rechtsmißbräuchlich ausgeschlossen sein, wenn nämlich die Auswirkungen der Teilungsversteigerung für den anderen Miteigentümer schlechterdings unzumutbar sind (hier entschieden in einem Fall einer durch Unfall schwerstbehinderten Ehefrau, die zur Erhaltung eines letzten Rests von Lebensqualität auf die gewohnte Umgebung des Hauses angewiesen ist). 2. Entscheidender Umstand bei der Abwägung der beiderseitigen verständlichen und berechtigten Interessen der Parteien ist, daß die Parteien nicht lediglich durch gemeinschaftlichen Erwerb eines Grundstückes rechtlich verbunden, sondern daß sie geschiedene Eheleute sind und das streitige Grundstück während ihrer langjährigen Ehe erworben haben. Die eheliche Lebensgemeinschaft wirkt hier im besonderen in der Weise nach, daß jeder Ehegatte dem anderen auch nach ihrer Auflösung eine angemessene Rücksichtnahme auf dessen Belange schuldet.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“