OLG Bamberg - Beschluß vom 14.12.1988
2 UF 140/88
Normen:
BGB § 1587a Abs. 2 Nr. 2, § 1587c Nr. 1 ;
Fundstellen:
FamRZ 1990, 73

1. Ist ein im Rahmen des Versorgungsausgleichs Ausgleichspflichtiger zu 100 % erwerbsgemindert und steht aufgrund eines ärztlichen Gutachtens fest, daß eine Erwerbsfähigkeit nicht mehr hergestellt werden kann, so ist auch dann, wenn der Pflichtige erst 47 Jahre alt ist, nicht das fiktiv errechnete Altersruhegeld sondern der tatsächliche Betrag der bezogenen Erwerbsunfähigkeitsrente (Ehezeitanteil) in die Berechnung des Ausgleichs einzustellen.2. Hat in einem solchen Fall der Ausgleichsberechtigte (hier 46 Jahre alt) die Möglichkeit, durch eigene Erwerbstätigkeit noch weitere eigene Anwartschaften zu erwerben, so kommt nach umfassender Prüfung der beiderseitigen Verhältnisse eine Anwendung des § 1587c Nr. 1 BGB in Frage (hier verneint, da auch der Ausgleichsberechtigte aus gesundheitlichen Gründen praktisch auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar ist).

OLG Bamberg, Beschluß vom 14.12.1988 - Aktenzeichen 2 UF 140/88

DRsp Nr. 1996/22871

1. Ist ein im Rahmen des Versorgungsausgleichs Ausgleichspflichtiger zu 100 % erwerbsgemindert und steht aufgrund eines ärztlichen Gutachtens fest, daß eine Erwerbsfähigkeit nicht mehr hergestellt werden kann, so ist auch dann, wenn der Pflichtige erst 47 Jahre alt ist, nicht das fiktiv errechnete Altersruhegeld sondern der tatsächliche Betrag der bezogenen Erwerbsunfähigkeitsrente (Ehezeitanteil) in die Berechnung des Ausgleichs einzustellen. 2. Hat in einem solchen Fall der Ausgleichsberechtigte (hier 46 Jahre alt) die Möglichkeit, durch eigene Erwerbstätigkeit noch weitere eigene Anwartschaften zu erwerben, so kommt nach umfassender Prüfung der beiderseitigen Verhältnisse eine Anwendung des § 1587c Nr. 1 BGB in Frage (hier verneint, da auch der Ausgleichsberechtigte aus gesundheitlichen Gründen praktisch auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar ist).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“