RG - Urteil vom 17.03.1881
Rep. 547/81
Normen:
StGB § 177 Abs. 1 ;
Fundstellen:
RGSt 4, 23
Vorinstanzen:
LG Schweidnitz,

1. Opfer einer Vergewaltigung kann auch ein vierjähriges Kind sein.2. Die Bestrafung wegen vollendeter Vergewaltigung setzt nicht voraus, daß der Täter zum Samenerguß gekommen ist.

RG, Urteil vom 17.03.1881 - Aktenzeichen Rep. 547/81

DRsp Nr. 1996/20661

1. Opfer einer Vergewaltigung kann auch ein vierjähriges Kind sein. 2. Die Bestrafung wegen vollendeter Vergewaltigung setzt nicht voraus, daß der Täter zum Samenerguß gekommen ist.

Normenkette:

StGB § 177 Abs. 1 ;

Gründe:

Der Angeklagte lockte ein zum Tatzeitpunkt vierjähriges Mädchen zu sich, warf es trotz seines Schreiens auf den Rücken, hob ihm die Kleider auf, riß ihm die Beine auseinander, hielt ihm sodann, um es am Schreien zu hindern, den Mund zu und drang mit seinem Geschlechtsteil mit Gewalt in denjenigen des Kindes. Das Landgericht lehnte eine Verurteilung wegen Vergewaltigung ab und verurteilte wegen sexueller Nötigung und sexuellem Mißbrauch eines Kindes, weil beim Täter ein Samenerguß nicht stattgefunden habe...

Die immissio seminis ist indessen keineswegs ein Erfordernis der vollendeten Notzucht. Nicht allein die gegenwärtige allgemeine Rechtsüberzeugung und die bisherige Rechtsprechung verwerfen die entgegengesetzte Anschauung einer früheren Zeit, durch welche lediglich der Verhängung der dem vollendeten Delikte angedroht gewesenen exorbitanten Strafe vorgebeugt, dieselbe beziehungsweise auf die Strafe des Versuches zurückgeführt werden sollte, sondern es findet auch dieses Erfordernis in dem Strafgesetzbuch keine Begründung. Denn dasselbe verlangt zur vollendeten Notzucht nur den vollzogenen Beischlaf. Für den Begriff des Beischlafs aber ist die immissio seminis bedeutungslos.

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Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
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Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
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