BGH - Urteil vom 08.09.1964
1 StR 272/64
Normen:
StGB § 177 Abs. 1 ;
Fundstellen:
GA 1965, 57
Vorinstanzen:
LG Darmstadt,

1. Unter Gewalt ist beim Tatbestand des § 177 StGB nicht nur Gewalt im Sinne einer unmittelbaren Einwirkung des Täters zu verstehen, die für einen eigenen Willen des Opfers keinen Raum läßt (vis absoluta), sondern auch Gewalt im Sinne einer Einwirkung auf die Freiheit der Willensentschließung des Opfers, das durch Zufügung eines Übels zu dem vom Täter erstrebten Verhalten gedrängt wird (vis compulsiva).2. Das Hindern des Weggehens eines andern durch Einsperren in einem umschlossenen Raum als Gewaltanwendung zu beurteilen

BGH, Urteil vom 08.09.1964 - Aktenzeichen 1 StR 272/64

DRsp Nr. 1996/20687

1. Unter Gewalt ist beim Tatbestand des § 177 StGB nicht nur Gewalt im Sinne einer unmittelbaren Einwirkung des Täters zu verstehen, die für einen eigenen Willen des Opfers keinen Raum läßt (vis absoluta), sondern auch Gewalt im Sinne einer Einwirkung auf die Freiheit der Willensentschließung des Opfers, das durch Zufügung eines Übels zu dem vom Täter erstrebten Verhalten gedrängt wird (vis compulsiva). 2. Das Hindern des Weggehens eines andern durch Einsperren in einem umschlossenen Raum als Gewaltanwendung zu beurteilen

Normenkette:

StGB § 177 Abs. 1 ;

Gründe:

Die Revision des wegen Notzucht zu einer Gefängnisstrafe verurteilten Angeklagten, die Verletzung förmlichen und sachlichen Rechts rügt, bleibt erfolglos.

I. Verfahrensbeschwerde

Dem Vorbringen der Revision kann nicht entnommen werden, daß das Landgericht mit der Ablehnung des Hilfsbeweisantrags auf Vernehmung des Polizeikommissars T gegen § 244 Abs. 3 StPO verstoßen oder seine Aufklärungspflicht verletzt hat. Mit Recht hat es die Strafkammer als ihre eigene Aufgabe bezeichnet, die Glaubwürdigkeit der Zeugin K - des Opfers - zu beurteilen. Daß sei andererseits Tatsachen nicht berücksichtigt hätte, mit denen Polizeikommissar T in einem während des Ermittlungsverfahrens niedergelegten Aktenvermerks seine Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser Zeugin zum Ausdruck gebracht hatte, ist in der Revisionsbegründung nicht dargetan.

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