OLG Thüringen - Beschluß vom 28.08.1997
WF 115/97
Normen:
BGB § 1378 ; ZPO § 114 , § 623 ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1179

OLG Thüringen - Beschluß vom 28.08.1997 (WF 115/97) - DRsp Nr. 1999/1384

OLG Thüringen, Beschluß vom 28.08.1997 - Aktenzeichen WF 115/97

DRsp Nr. 1999/1384

1. Zur kostensparenden Prozeßführung gehört es, daß Ansprüche, welche im Entscheidungsverbund gemäß § 623 ZPO gemeinsam verhandelt und entschieden werden können und die gemäß § 19a GKG gebührenrechtlich als ein Verfahrensgegenstand abgerechnet werden, rechtzeitig in das Verbundverfahren eingeführt werden. 2. Die arme Partei handelt mutwillig im Sinne des § 114 ZPO , wenn sie den Zugewinnausgleich im isolierten Klageverfahren einstellte im kostengünstigeren Scheidungsverbundverfahren geltend macht, es sei denn, es liegen anerkennenswerte Gründe für eine solche Handlung vor (hier: Prozeßkostenhilfe verneint in einem Fall, in dem zum Zeitpunkt des Scheidung über Ansprüche aus dem Güterrecht offensichtlich noch gar nicht gesprochen worden war). 3. Die Beschränkung der Prozeßkostenhilfe auf die Gebühren, die bei Geltendmachung im Scheidungsverbund angefallen wären, ist nicht möglich, da Prozeßkostenhilfe für ein Verfahren und nicht für einen bestimmten Kostenbetrag bewilligt wird, und da eine Bewilligung mit Ausnahme der "vermeidbaren Mehrkosten" zur Auflösung des durch § 623 ZPO vorgegebenen Scheidungs- und Folgenverbundes und damit zu unnötigen Überwachungs- und Abrechnungsarbeiten führen würde.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“