KG vom 20.11.1978
15 UF 2572/78
Normen:
BGB §§ 1360 , 1360a , § 1353 ;
Fundstellen:
DRsp I(165)119c
FamRZ 1979, 427
LSK-FamR/Fischer, §§ 1360, 1360a BGB LS 7
LSK-FamR/Fischer, § 1353 BGB LS 3

A. Aus dem Grundgedanken der ehelichen Lebensgemeinschaft ergibt sich, daß auch die Festlegung der Höhe des Wirtschaftsgeldes von den Eheleuten im gegenseitigen Einvernehmen vorzunehmen ist. Keiner der Ehegatten kann verlangen, daß er »die Kasse verwaltet«. B. Die Höhe des Wirtschaftsgeldes richtet sich nach den voraussichtlichen Aufwendungen für die Kosten des Haushalts und der regelmäßig wiederkehrenden persönlichen Bedürfnisse. Es muß höher sein, als die Haushaltskosten im engeren Sinne. Kosten für einmalige Anschaffungen und für besondere Umstände, wie Arztkosten, Umzugskosten, Aufwendungen für Urlaubsreisen und jeden weiteren unregelmäßigen Sonderbedarf brauchen aus dem laufenden Wirtschaftsgeld nicht bestritten zu werden. Der haushaltführende Ehegatte braucht dafür aus dem Wirtschaftsgeld auch keine Rücklagen zu bilden. Die Verpflichtung zur Bildung von Rücklagen beschränkt sich auf die Einplanung regelmäßig wiederkehrender Kosten wie z.B. Bekleidung.

KG, vom 20.11.1978 - Aktenzeichen 15 UF 2572/78

DRsp Nr. 1994/7986

A. Aus dem Grundgedanken der ehelichen Lebensgemeinschaft ergibt sich, daß auch die Festlegung der Höhe des Wirtschaftsgeldes von den Eheleuten im gegenseitigen Einvernehmen vorzunehmen ist. Keiner der Ehegatten kann verlangen, daß er »die Kasse verwaltet«. B. Die Höhe des Wirtschaftsgeldes richtet sich nach den voraussichtlichen Aufwendungen für die Kosten des Haushalts und der regelmäßig wiederkehrenden persönlichen Bedürfnisse. Es muß höher sein, als die Haushaltskosten im engeren Sinne. Kosten für einmalige Anschaffungen und für besondere Umstände, wie Arztkosten, Umzugskosten, Aufwendungen für Urlaubsreisen und jeden weiteren unregelmäßigen Sonderbedarf brauchen aus dem laufenden Wirtschaftsgeld nicht bestritten zu werden. Der haushaltführende Ehegatte braucht dafür aus dem Wirtschaftsgeld auch keine Rücklagen zu bilden. Die Verpflichtung zur Bildung von Rücklagen beschränkt sich auf die Einplanung regelmäßig wiederkehrender Kosten wie z.B. Bekleidung.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“