OLG Hamm vom 08.11.1984
15 W 354/84
Normen:
BGB § 1706 , § 1791 c Abs.2, § 1909 , § 1918 Abs.1;
Fundstellen:
DRsp I(169)139a-c
Rpfleger 1985, 146

a-c. Die Entziehung der elterlichen Sorge für ein nichteheliches Kind durch das Vormundschaftsgericht bringt die Amtspflegschaft des Jugendamtes (§ 1918 Abs. 1 BGB) zum Erlöschen;

OLG Hamm, vom 08.11.1984 - Aktenzeichen 15 W 354/84

DRsp Nr. 1992/9060

a-c. Die Entziehung der elterlichen Sorge für ein nichteheliches Kind durch das Vormundschaftsgericht bringt die Amtspflegschaft des Jugendamtes (§ 1918 Abs. 1 BGB ) zum Erlöschen;

Normenkette:

BGB § 1706 , § 1791 c Abs.2, § 1909 , § 1918 Abs.1;

(a) Wird der Mutter eines nichtehelichen Kindes die elterliche Sorge entzogen (§§ 1666 , 1705 BGB ), so endet damit automatisch die Ä mit der Geburt des Kindes kraft Gesetzes (§§ 1706 , 1709 BGB ) eingetretene Ä Amtspflegschaft des Jugendamtes. Diese Rechtsfolge ergibt sich aus § 1918 Abs. 1 BGB .

(b) Für diesen Fall des Erlöschens der Amtspflegschaft sieht das Gesetz in § 1791 c Abs. 2 BGB an sich vor, daß das Jugendamt, das bisher Pfleger des nichtehelichen Kindes war, sofort Vormund wird (gesetzl. Amtsvormundschaft des Jugendamtes). Stattdessen kann aber das VormGer. Ä zugleich mit der Entziehung der elterlichen Sorge Ä auch einen Einzelvormund bestellen, wenn sich für dieses Amt von vornherein eine geeignete Person anbietet.

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Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
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Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“