OLG Dresden - Beschluß vom 04.05.1994
11 UF 0026/94
Normen:
BGB § 1610 ;
Fundstellen:
OLG-NL 1994, 247

Anspruch des Kindes auf Zweitausbildung in den neuen Bundesländern

OLG Dresden, Beschluß vom 04.05.1994 - Aktenzeichen 11 UF 0026/94

DRsp Nr. 1998/5144

Anspruch des Kindes auf Zweitausbildung in den neuen Bundesländern

Ein Anspruch auf eine zweite Ausbildung besteht ausnahmsweise nur dann, wenn der zunächst erlernte Beruf aus Gründen, die bei Beginn der Ausbildung nicht vorhersehbar waren, keine ausreichende Lebensgrundlage bildet. Hiervon kann nicht ausgegangen werden, soweit aufgrund der besonderen Situation der deutschen Wiedervereinigung Strukturveränderungen auf dem Arbeitsmarkt eingetreten sind.

Normenkette:

BGB § 1610 ;

Gründe:

I. Der Kläger verlangt von dem Beklagten die Finanzierung einer Zweitausbildung.

Der ... geborene Kläger ist der eheliche Sohn aus der geschiedenen Ehe des Beklagten. Er lebt im Haushalt seiner Mutter, die als Krankenschwester tätig ist.

Der Beklagte ist Arzt und in den Kliniken mit einem monatlichem Nettoverdienst von DM 5 430 beschäftigt. Daneben führt der Beklagte private Sprechstunden durch. Eine Abrechnung für das Jahr 1992 liegt bislang nicht vor. Der Beklagte ist verheiratet und einem dreijährigem Kind gegenüber unterhaltspflichtig.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“