OLG Düsseldorf - Beschluß vom 08.10.1997
3 Wx 386/97
Normen:
BGB § 133 § 2084 § 2113 § 2136 ;
Fundstellen:
DRsp I(174)317c
FamRZ 1998, 389
FamRZ 1998, 389 - NJWE-FER 1998, 12
JurBüro 1998, 499
NJWE-FER 1998, 12
OLGReport-Düsseldorf 1998, 79
ZEV 1998, 229
Vorinstanzen:
LG Wuppertal,
AG Remscheid,

Auslegung einer testamentarischen Anordnung hinsichtlich Vor- und Nacherbschaft

OLG Düsseldorf, Beschluß vom 08.10.1997 - Aktenzeichen 3 Wx 386/97

DRsp Nr. 1998/2261

Auslegung einer testamentarischen Anordnung hinsichtlich Vor- und Nacherbschaft

»Bei der testamentarischen Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft kann in der Bezeichnung des Vorerben als "Alleinerben" die Andeutung eines Willens gesehen werden, den Vorerben von den Verfügungsbeschränkungen der §§ 2113 ff BGB zu befreien.«

Normenkette:

BGB § 133 § 2084 § 2113 § 2136 ;

Gründe:

I. Die Erblasserin hinterließ ein privatschriftliches Testament mit folgendem Wortlaut:

"Remscheid d. 19.9.92

Mein letzter Wille

Ich verfüge über daß bei meinem Tod vorhandene Bar und Sachvermögen wie folgt:

Mein Ehemann J. F. setze ich als Alleinerben ein. Nach dessen Tod erben meine Enkel D. und M. zu gleichen Teilen.

K. F.

..., d. 19.9.1992"

Der Antragsteller, Ehemann der Erblasserin, hat beantragt,

ihm einen Erbschein zu erteilen, der ihn als alleinigen und unbeschränkten Erben seiner Ehefrau ausweist,

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“