OLG Frankfurt/Main - Beschluss vom 22.12.2016
1 UF 296/16
Normen:
HKÜ Art. 12 Abs. 1;
Vorinstanzen:
AG Frankfurt/Main, vom 28.10.2016 - Vorinstanzaktenzeichen 467 F 13163/16

Beachtlichkeit des entgegenstehenden Willens eines 12 1/2 Jahre alten Kindes bei der Entscheidung über die Rückführung gem. Art. 12 Abs. 1 HKÜ

OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 22.12.2016 - Aktenzeichen 1 UF 296/16

DRsp Nr. 2018/17061

Beachtlichkeit des entgegenstehenden Willens eines 12 1/2 Jahre alten Kindes bei der Entscheidung über die Rückführung gem. Art. 12 Abs. 1 HKÜ

Ernstzunehmende Willensäußerungen eines 12 1/2 Jahre alten Kindes können mit Blick auf Art. 13 Abs. 2 HKÜ der Rückführung des Kindes gem. § 12 Abs. 1 HKÜ entgegen stehen. Dabei kommt es maßgeblich darauf an, ob der Kindeswille bereits so verfestigt ist, dass er nicht mehr einfach, d.h. ohne psychischen Schaden anzurichten, veränderbar ist. Dies ist vorliegend aufgrund der Vehements der durch das Kind gegenüber dem erstinstanzlichen Richter und seiner Verfahrensbeiständin geäußerten Ängste zu bejahen. Diesen Willen zu ignorieren, würde dem mittlerweile fast 13 Jahre alten Jungen signalisieren, dass seine Ängste und Gefühle von den Erwachsenen nicht berücksichtigt werden und ihm somit zum bloßen Objekt des Verfahrens machen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“