OLG Hamm - Urteil vom 22.12.1994
3 UF 282/94
Normen:
BGB § 1570 § 1573 Abs. 2 , 5 ;
Fundstellen:
FamRZ 1995, 1204

Befristung nachehelichen Aufstockungsunterhalts

OLG Hamm, Urteil vom 22.12.1994 - Aktenzeichen 3 UF 282/94

DRsp Nr. 1996/3310

Befristung nachehelichen Aufstockungsunterhalts

1. Auch nach fast dreizehnjähriger Ehe (Heirat im Dezember 1971, Zustellung des Scheidungsantrags im Februar 1983, Scheidung im September 1984) und weiterer zweieinhalbjähriger Kindesbetreuung (hier gerechnet vom Zeitpunkt der Scheidung bis zur Vollendung des sechzehnten Lebensjahres des Kindes als dem Zeitpunkt, ab dem eine volle Beschäftigung des Unterhaltsberechtigten zumutbar gewesen wäre) ist eine zeitliche Beschränkung des Unterhaltsanspruchs möglich (hier bis zum 31.12.1996).2. Im Rahmen der Billigkeitsabwägung ist neben der Ehedauer das Alter des Unterhaltsberechtigten (hier 35 Jahre zu dem Zeitpunkt, zu dem eine volle Beschäftigung zumutbar gewesen wäre) und die Frage eventueller ehebedingter beruflicher Nachteile zu berücksichtigen (letzteres hier verneint mit der Begründung, die Berechtigte sei vor der Ehe als ungelernte Arbeiterin tätig gewesen, eine Tätigkeit, die sie auch jetzt wieder aufnehmen könnte, ohne daß aus der Ehe Nachteile, etwa in der Berufserfahrung, erkennbar wären.).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
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  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“