AG Stuttgart vom 03.08.1989
24 F 1165/88
Normen:
BGB § 1603 ;
Fundstellen:
DRsp I(167)374d
NJW-RR 1990, 9

Bei der Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen ist der vermögenswerte Vorteil der Möglichkeit zum verbilligten Erwerb eines »Jahreswagens« als Einkommen zu berücksichtigen.

AG Stuttgart, vom 03.08.1989 - Aktenzeichen 24 F 1165/88

DRsp Nr. 1992/11665

Bei der Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen ist der vermögenswerte Vorteil der Möglichkeit zum verbilligten Erwerb eines »Jahreswagens« als Einkommen zu berücksichtigen.

Normenkette:

BGB § 1603 ;

»... Der Bekl. ist als Arbeitnehmer der Firma X berechtigt, jährlich einen Jahreswagen mit einem Rabatt von ca. 20 % zu erwerben. Dieser Preisnachlaß entspricht nach Schätzung des erk. Gerichts in etwa dem Wertverlust eines Neuwagens nach einem Gebrauchsjahr.«

Dies habe zur Folge. daß der Bekl. seinen Wagen nach einem Jahr mindestens zum Erwerbspreis wieder veräußern könne.

»Ein Arbeitnehmer, der Anspruch auf einen Jahreswagen hat, hat deshalb nur den Kaufpreis für den ersten Wagen zuzüglich etwaiger Preissteigerung zu tragen, während ein Arbeitnehmer ohne die Möglichkeit des Erwerbes eines Jahreswagens bei einem normalen Verschleiß seines Pkw spätestens nach 8 Jahren den vollen Kaufpreis eines Neuwagens finanzieren muß. Der Bekl. erspart sich deshalb mindestens alle 8 Jahre die Finanzierung des Neupreises eines Pkw. Bei dem Einkommen des Bekl. geht das erkennende Gericht davon aus. daß er zumindest einem Mittelklassewagen in der Preisstufe um ca. 30 000 DM erwerben würde. Umgerechnet ergibt sich damit ein monatlicher Vorteil von 300 DM.«

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“