3.4 Nachehelicher Unterhalt

Autor: Dimmler

3.4.1 Vorbemerkungen

Die noch vor nicht allzu langer Zeit erbittert geführten Kämpfe um den nachehelichen Unterhalt scheinen seltener zu werden - eine Tendenz, für die mehrere Ursachen in Betracht kommen:

die Ausweitung der Berufstätigkeit beider Ehegatten,

die restriktivere Handhabung der Unterhaltstatbestände durch die Familiengerichte,

die Zunahme der absoluten Mangelfälle aufgrund des Vorrangs minderjähriger Kinder in Fällen unzureichenden Einkommens des Unterhaltsverpflichteten.

3.4.2 Die Unterhaltsrechtsreform

Ziele

Ziel der Unterhaltsrechtsreform im Jahr 2008 war die Anpassung des Unterhaltsrechts an die "geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den eingetretenen Wertewandel" (Begr. RegE, BT-Drucks. 16/1830). Der Gesetzgeber reagierte damit u.a. auf die geänderte Rollenverteilung in der Ehe und die vermehrte Gründung von Zweitfamilien mit Kindern nach der Scheidung einer ersten Ehe.

Das Unterhaltsrecht sollte vereinfacht, Zweitfamilien aufgrund der Verknappung der Ressourcen gestärkt und das Kindesunterhaltsrecht, vor allem durch die Neustrukturierung der Rangfolge im Mangelfall nach § 1609 BGB , entscheidend verbessert werden. Der Grundsatz der wirtschaftlichen Eigenverantwortung nach § 1569 BGB wurde ausdrücklich normiert, allerdings mit der Maßgabe, dass das Unterhaltsrecht schonend an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen sei (Stichwort: Vertrauensschutz).

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“