OLG Hamburg - Beschluß vom 05.12.1988
15 WF 224/88 U
Normen:
ZPO § 114 , §§ 620 ff.;
Fundstellen:
FamRZ 1989, 198

OLG Hamburg - Beschluß vom 05.12.1988 (15 WF 224/88 U) - DRsp Nr. 1996/22990

OLG Hamburg, Beschluß vom 05.12.1988 - Aktenzeichen 15 WF 224/88 U

DRsp Nr. 1996/22990

Das Rechtsschutzbedürfnis kann nicht verneint werden und die Rechtsverfolgung auch nicht als mutwillig bezeichnet werden, wenn die Unterhaltsberechtigte ihren Unterhaltsanspruch im Wege der Klage geltend macht. Sie hat ein berechtigtes Interesse daran, für die Ansprüche einen bestandskräfigen Vollstreckungstitel zu erhalten und braucht sich nicht auf die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche im summarischen Eilverfahren der - weitgehend unanfechtbaren - einstweiligen Anordnung nach §§ 620 ff. ZPO verweisen zu lassen. Durch eine einstweilige Anordnung erlangt die Partei keine gesicherte Rechtsposition. Bis zur Rechtskraft der Ehescheidung kann das Gericht nach § 620 b Abs. 1 S. 1 ZPO die einstweilige Anordnung auf Antrag aufheben oder ändern. Dabei genügt schon eine abweichende Beurteilung desselben Sachverhalts, weil die Änderungsmöglichkeit das meist fehlende Rechtsmittel ersetzt. Ferner bleibt bei einer negativen Feststellungsklage des Unterhaltsschuldners die Darlegungs- und Beweislast für Grund und Höhe des Anspruchs beim Berechtigten.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“