OLG Koblenz - Beschluß vom 21.09.1992
11 VA 1/92
Normen:
FamRÄndG Art. 7 § 1; EGBGB Art. 17 Abs. 1 , Art. 14 Abs. 1 , Art. 6 ;
Fundstellen:
DRsp I(166)250b
FamRZ 1993, 563
NJW-RR 1993, 70

»Die Anerkennung einer von einem Sharia-Gericht des Heimatlandes der Parteien ordnungsgemäß registrierten Scheidung durch Verstoßung der Ehefrau kann jedenfalls dann nicht wegen Verstoßes gegen den deutschen ordre public verweigert werden, wenn auch die Voraussetzungen für eine Scheidung nach deutschem Recht gegeben wären.«

OLG Koblenz, Beschluß vom 21.09.1992 - Aktenzeichen 11 VA 1/92

DRsp Nr. 1993/4071

»Die Anerkennung einer von einem Sharia-Gericht des Heimatlandes der Parteien ordnungsgemäß registrierten Scheidung durch Verstoßung der Ehefrau kann jedenfalls dann nicht wegen Verstoßes gegen den deutschen ordre public verweigert werden, wenn auch die Voraussetzungen für eine Scheidung nach deutschem Recht gegeben wären.«

Normenkette:

FamRÄndG Art. 7 § 1; EGBGB Art. 17 Abs. 1 , Art. 14 Abs. 1 , Art. 6 ;

»Die von dem Ministerium der Justiz getroffene Feststellung, daß die Ehe der Beteiligten [jordanische Staatsangehörige] in Jordanien wirksam geschieden worden ist, ist nicht zu beanstanden.

Das Ministerium der Justiz hat zutreffend festgestellt, daß das Ergebnis der Anwendung des jordanischen Rechts nicht in untragbarem Widerspruch zu den Grundgedanken deutscher Regelungen und der in ihnen liegenden Gerechtigkeitsvorstellungen steht. Es liegt daher kein Verstoß gegen den ordre public vor.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“