OLG Düsseldorf - Beschluß vom 16.07.1997
3 WF 107/97
Normen:
BGB § 1361b ;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1171
OLGReport-Düsseldorf 1998, 158

OLG Düsseldorf - Beschluß vom 16.07.1997 (3 WF 107/97) - DRsp Nr. 1999/1202

OLG Düsseldorf, Beschluß vom 16.07.1997 - Aktenzeichen 3 WF 107/97

DRsp Nr. 1999/1202

Die Zuweisung der Wohnung an einen Ehegatten kann nur erfolgen, wenn die Verhältnisse unerträglich sind. Auch und vor allem darf eine Wohnungsaufteilung nicht möglich sein. Ein besonderes Schutzbedürfnis für den in der Ehewohnung verbliebenen Ehegatten wird durch den freiwilligen Auszug des anderen Ehegatten nicht begründet. Dieser hat gemäß § 1353 Abs. 1 BGB , vor allem auch als Miteigentümer der Wohnung, ein Recht auf Mitbenutzung. Es mag zutreffen, daß der in der Ehewohnung verbliebene Ehegatte durch den freiwilligen Auszug des anderen besitzrechtlich einen " Vorsprung " erreicht hat. Dies rechtfertigt aber allein noch nicht, ohne Prüfung der Härtevoraussetzungen des § 1361b BGB den anderen Ehegatten von der Mitbenutzung der Ehewohnung auszuschließen. Kann die Ehewohnung wegen ihrer Größe ohne Probleme aufgeteilt werden, so bedeutet der Wiedereinzug des zunächst freiwillig ausgezogenen Ehegatten für sich allein keine schwere Härte im Sinne des § 1361b BGB .

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“