OLG Frankfurt/Main vom 16.03.1984
1 UF 315/83
Normen:
BGB § 1634 Abs.2 S.2;
Fundstellen:
DRsp I(167)321e
FamRZ 1984, 614

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OLG Frankfurt/Main, vom 16.03.1984 - Aktenzeichen 1 UF 315/83

DRsp Nr. 1992/8451

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Beurteilung der Auswirkungen eines Ausschlusses des Umgangsrechts (Abs. 2 Satz 2) auf das Kindeswohl.

Normenkette:

BGB § 1634 Abs.2 S.2;

Wiedergabe ausnahmsweise nur in Kurzfassung.

Gemäß Art. 6 Abs. 2 GG sind Pflege und Erziehung das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht; über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. Das staatliche Wächteramt darf demgemäß die Umgangsbefugnis des nicht sorgeberechtigten Elternteils nur ausschließen, wenn dies zum Wohle des Kindes unbedingt erforderlich ist (§ 1634 Abs. 2 Satz 2 BGB ). Dabei ist das Kindeswohl nicht nur aus der subjektiven Sicht des Kindes (Wohlbefinden) sondern auch objektiv-normativ (Zukunftsperspektive) zu beurteilen. Da sich das subjektive Wohlbefinden des Kindes von dem sorgeberechtigten Elternteil ohne weiteres psychisch lenken läßt, hätte es letztlich allein dieser Elternteil in der Hand, darüber zu entscheiden, ob der andere Elternteil sein Kind sehen darf oder nicht, d. h. das Wohl des Kindes würde ausschließlich von dem sorgeberechtigten Elternteil verwaltet. Das aber würde nicht nur jeglichem natürlichen Elternverständnis sondern auch der Verfassung und dem positiven Recht widersprechen.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“