OLG Stuttgart - Urteil vom 30.12.1994
15 UF 295/94
Normen:
BGB § 1564 ; EheG § 24 § 35 § 37 ;
Fundstellen:
FPR 1997, 40
FamRZ 1995, 618

Eheaufhebungsklage nach Ehescheidung

OLG Stuttgart, Urteil vom 30.12.1994 - Aktenzeichen 15 UF 295/94

DRsp Nr. 1995/7549

Eheaufhebungsklage nach Ehescheidung

1. Ist eine Ehe rechtskräftig geschieden, so ist eine anschließend erhobene Klage auf Aufhebung der Ehe unzulässig.2. Die Möglichkeit des § 37 Abs. 3 EheG , die für den fall der Scheidung vorgesehenen vermögensrechtlichen Folgen für die Zukunft auszuschließen, rechtfertigt die Zulassung einer Aufhebungsklage nach Scheidung nicht.3. Wegen der schwerwiegenden Rechtswirkungen einer Entscheidung in Ehesachen mit ihren vielfältigen sozialen Folgen muß ein Aufsplitterung des Ehekonfliktes in mehrere Rechtsstreitigkeiten vermieden werden. Der Bestand der Ehe darf nicht der Rechtsunsicherheit ausgesetzt werden, was aber geschieht, wenn der Grundsatz der Einheitlichkeit von Verhandlung und Entscheidung aufgegeben wird.4. Das vorliegend gefundene Ergebnis wird gestützt durch die Regelung des § 24 EheG , wonach den Parteien die Nichtigkeitsklage nicht mehr zur Verfügung steht, wenn die Ehe aufgelöst ist.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“