OLG Celle - Urteil vom 16.12.1997
17 UF 187/97
Normen:
BGB § 1569 , § 1570 , § 1578 Abs. 1 S. 1;
Fundstellen:
FamRZ 1998, 1518
OLGReport-Celle 1998, 229

OLG Celle - Urteil vom 16.12.1997 (17 UF 187/97) - DRsp Nr. 1999/1179

OLG Celle, Urteil vom 16.12.1997 - Aktenzeichen 17 UF 187/97

DRsp Nr. 1999/1179

Ein geschiedener Ehegatte kann nach § 1570 BGB von dem anderen Ehegatten Unterhalt verlangen, solange und soweit von ihm wegen der Pflege und Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. In diesen Fällen kann das Maß der zumutbaren Tätigkeiten nicht schematisch nach dem Alter der Kinder bestimmt werden, sondern es kommt stets auf die Umstände des Einzefalls an. Auch bei der Betreuung von Kindern im Alter ab etwa acht Jahren kann bereits eine Erwerbsobliegenheit des betreuenden Elternteils bejaht werden. Hier kommt es entscheidend auf die Gesamtumstände an. Neben der persönlichen Situation Unterhalt verlangenden Ehegatten, wie seinem Alter und seinem Gesundheitszustand, seiner Berufsausbildung und Arbeitsmarktchance, sind eine etwaige frühere berufliche Tätigkeit, die Dauer der Ehe und die wirtschaftliche Lage der Ehegatten zu berücksichtigen. Auch ist von Bedeutung, ob dem betreuenden Elternteil andere Personen bei der Versorgung der Kinder zur Seite stehen können.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“