BayObLG vom 24.10.1988
BReg 1 a Z 63/88
Normen:
BGB § 1666 ;
Fundstellen:
FamRZ 1989, 652

Eine Entziehung der Vermögenssorge nach § 1666 Abs. 3 BGB kommt dann in Betracht, wenn das Recht des Kindes auf Unterhalt verletzt wird, d.h. der erforderliche Unterhalt ganz oder auch nur teilweise nicht gewährt wird, und für die Zukunft eine Gefährdung des Unterhalts zu besorgen ist. Erforderlich ist allerdings, daß diese Gefahr im Hinblick auf das Kindeswohl besteht. Somit scheidet eine Entziehung der Vermögenssorge aus, wenn lediglich kleinere Verletzungen der Unterhaltspflicht mit geringer Kindesgefährdung vorliegen.Die Entziehung der Vermögenssorge nach § 1667 Abs. 5 BGB ist nur als äußerstes Zwangsmittel zulässig, wenn weniger einschneidende Maßnahmen nicht ausreichen. Erforderlich ist eine gegenwärtige Gefahr, die nach den Umständen den Eintritt eines Schadens wahrscheinlich oder zumindest als naheliegende Möglichkeit erscheinen läßt. Beispiele für einen solchen Schaden sind: Verminderung oder ordnungswidriger Verbrauch des Kindesvermögens sowie Versäumen der üblichen Möglichkeiten der Vermögensmehrung.

BayObLG, vom 24.10.1988 - Aktenzeichen BReg 1 a Z 63/88

DRsp Nr. 1994/7303

Eine Entziehung der Vermögenssorge nach § 1666 Abs. 3 BGB kommt dann in Betracht, wenn das Recht des Kindes auf Unterhalt verletzt wird, d.h. der erforderliche Unterhalt ganz oder auch nur teilweise nicht gewährt wird, und für die Zukunft eine Gefährdung des Unterhalts zu besorgen ist. Erforderlich ist allerdings, daß diese Gefahr im Hinblick auf das Kindeswohl besteht. Somit scheidet eine Entziehung der Vermögenssorge aus, wenn lediglich kleinere Verletzungen der Unterhaltspflicht mit geringer Kindesgefährdung vorliegen. Die Entziehung der Vermögenssorge nach § 1667 Abs. 5 BGB ist nur als äußerstes Zwangsmittel zulässig, wenn weniger einschneidende Maßnahmen nicht ausreichen. Erforderlich ist eine gegenwärtige Gefahr, die nach den Umständen den Eintritt eines Schadens wahrscheinlich oder zumindest als naheliegende Möglichkeit erscheinen läßt. Beispiele für einen solchen Schaden sind: Verminderung oder ordnungswidriger Verbrauch des Kindesvermögens sowie Versäumen der üblichen Möglichkeiten der Vermögensmehrung.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“