BGH - Beschluss vom 15.09.2021
XII ZB 307/21
Normen:
SGB XII § 90 Abs. 3 S. 1; BGB § 1836c Nr. 2; BGB § 1908i Abs. 1 S. 1;
Fundstellen:
FamRZ 2021, 1998
Vorinstanzen:
AG Erding, vom 24.02.2021 - Vorinstanzaktenzeichen XVII 351/09
LG Landshut, vom 31.05.2021 - Vorinstanzaktenzeichen 65 T 1243/21

Einsatz eines aus bayerischem Landespflegegeld angesparten Vermögens eines Betreuten für die Aufwandsentschädigung und Vergütung eines Betreuers

BGH, Beschluss vom 15.09.2021 - Aktenzeichen XII ZB 307/21

DRsp Nr. 2021/16346

Einsatz eines aus bayerischem Landespflegegeld angesparten Vermögens eines Betreuten für die Aufwandsentschädigung und Vergütung eines Betreuers

Der Einsatz eines aus bayerischem Landespflegegeld angesparten Vermögens für die Aufwandsentschädigung und Vergütung eines Betreuers stellt für den Betreuten eine Härte im Sinne von § 90 Abs. 3 Satz 1 SGB XII dar (Abgrenzung zu Senatsbeschluss vom 29. Januar 2020 - XII ZB 500/19 - FamRZ 2020, 789).

Tenor

Die Rechtsbeschwerde des weiteren Beteiligten zu 3 gegen den Beschluss der 6. Zivilkammer des Landgerichts Landshut vom 31. Mai 2021 wird zurückgewiesen.

Das Verfahren der Rechtsbeschwerde ist gerichtskostenfrei.

Wert: 1.000 €

Normenkette:

SGB XII § 90 Abs. 3 S. 1; BGB § 1836c Nr. 2; BGB § 1908i Abs. 1 S. 1;

Gründe

A.

Gegenstand des Verfahrens ist die Frage, ob Vermögen des Betroffenen, das aus angespartem bayerischen Landespflegegeld stammt, für die Vergütung und Aufwandsentschädigung eines Betreuers einzusetzen ist.