OLG Karlsruhe vom 27.09.1979
16 UF 10/79
Normen:
BGB § 1567 ;
Fundstellen:
FamRZ 1980, 52, 53
LSK-FamR/Hülsmann, § 1567 BGB LS 9

Es kann von einem Ehegatten nicht erwartet werden, daß er - lediglich um dem gesetzlichen Begriff des Getrenntlebens zu genügen - sein Abendessen allein oder nur zusammen mit dem gemeinschaftlichen Kind einnimmt. Würde der eine Ehepartner darauf bestehen, ohne den anderen mit dem Kind zu essen, so würde dies aller Voraussicht nach zu dauernden Streitigkeiten zwischen den Eheleuten führen. Würde der eine Ehegatte immer allein essen, könnte eine Entfremdung zwischen ihm und dem Kind eintreten.

OLG Karlsruhe, vom 27.09.1979 - Aktenzeichen 16 UF 10/79

DRsp Nr. 1994/11530

Es kann von einem Ehegatten nicht erwartet werden, daß er - lediglich um dem gesetzlichen Begriff des Getrenntlebens zu genügen - sein Abendessen allein oder nur zusammen mit dem gemeinschaftlichen Kind einnimmt. Würde der eine Ehepartner darauf bestehen, ohne den anderen mit dem Kind zu essen, so würde dies aller Voraussicht nach zu dauernden Streitigkeiten zwischen den Eheleuten führen. Würde der eine Ehegatte immer allein essen, könnte eine Entfremdung zwischen ihm und dem Kind eintreten.

Normenkette:

BGB § 1567 ;

Hinweise:

Das OLG führt weiter aus: In Anbetracht dessen, daß der Antragsteller sein Frühstück allein und das Mittagessen während der Arbeitstage außer Haus einnimmt sowie am Wochenende sich gelegentlich mit dem Kind ohne seine Frau bei seinen Eltern aufhält und dort auch ißt, ist die Feststellung gerechtfertigt, daß die »sachlichen« Kontakte zwischen den Parteien nur geringfügig über dem liegen, was unbedingt angesichts des gemeinsamen Wohnens und im Hinblick auf das Kind erforderlich ist. Von einer gemeinsamen Haushaltsführung kann in einem solchen Fall nicht gesprochen werden.

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Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
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Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“