OLG Hamburg vom 01.08.1984
2 W F 97/84 U
Normen:
BGB §§ 1601 ff.;
Fundstellen:
DRsp I(167)331a
FamRZ 1985, 1071

Gebotene Erhöhung der Ausgangssätze der Düsseldorfer Tabelle bei Unterhaltspflicht gegenüber nur einem minderjährigen Kind.

OLG Hamburg, vom 01.08.1984 - Aktenzeichen 2 W F 97/84 U

DRsp Nr. 1992/8606

Gebotene Erhöhung der Ausgangssätze der Düsseldorfer Tabelle bei Unterhaltspflicht gegenüber nur einem minderjährigen Kind.

Normenkette:

BGB §§ 1601 ff.;

»... [Im Streitfall] liegt das bereinigte durchschnittliche Nettoeinkommen [des bekl. Vaters über 1800 DM pro Monat. Bei diesem Einkommen ist nach der Düsseldorfer Tabelle [Stand: 1. 1. 1982, FamRZ 81, 1207] im Regelfall ein monatlicher [Kindes-]Unterhalt von 310 DM (abzüglich Kindergeldanteil) zu zahlen. Da aber der Bekl. nur der Kl. gegenüber zum Unterhalt verpflichtet ist, ist es gerechtfertigt, den maßgeblichen Unterhaltssatz nicht der Gruppe 2. sondern der Gruppe 4 der Tabelle zu entnehmen. Denn die verhältnismäßig niedrigen Unterhaltssätze nach der Düsseldorfer Tabelle sind auf einen gegenüber einem Ehegatten und zwei minderjährigen Kindern Unterhaltspflichtigen zugeschnitten und tragen schon der eingeschränkten Leistungsfähigkeit eines solchen Unterhaltspflichtigen Rechnung. Deshalb ist es bedenkenfrei bei nur einem unterhaltsberechtigten minderjährigen Kind die Ausgangssätze der Düsseldorfer Tabelle deutlich, d. h. um zwei Gruppen, zu erhöhen. ...«

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“