BayObLG - Beschluß vom 11.12.1997
1Z BR 143/97
Normen:
BGB § 1752 ; FGG § 15 , § 19 , § 68b ; ZPO § 407a , § 379 ; ZSEG § 3, § 16 ;
Fundstellen:
BayObLGZ 1997 Nr.71
FGPrax 1998, 73
FamRZ 1998, 1456
NJW 1998, 3788
NJW-RR 1998, 1294
Vorinstanzen:
LG Memmingen, - Vorinstanzaktenzeichen 4 T 618/95
AG Memmingen, - Vorinstanzaktenzeichen XVI 3/94

Hinweispflicht des Sachverständigen bei Kostensteigerung - Kürzung der Sachverständigenentschädigung

BayObLG, Beschluß vom 11.12.1997 - Aktenzeichen 1Z BR 143/97

DRsp Nr. 1998/1583

Hinweispflicht des Sachverständigen bei Kostensteigerung - Kürzung der Sachverständigenentschädigung

»1. Auch im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist ein Sachverständiger verpflichtet, das Gericht rechtzeitig darauf hinzuweisen, daß voraussichtlich Kosten erwachsen, die erkennbar außer Verhältnis zum Wert des Verfahrensgegenstandes stehen oder einen angeforderten Kostenvorschuß erheblich übersteigen.2. Unterläßt der Sachverständige den gebotenen Hinweis auf eine Kostensteigerung, so hängt eine Kürzung der Sachverständigenentschädigung davon ab, ob bei verständiger Würdigung aller Umstände davon auszugehen ist, daß auch bei rechtzeitiger Anzeige die Tätigkeit des Sachverständigen weder eingeschränkt noch ihre Fortsetzung infolge Antrags- oder Beschwerderücknahme unterbunden worden wäre. Das Risiko der Unaufklärbarkeit hat der Sachverständige zu tragen.«

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“