OLG Koblenz - Urteil vom 03.08.1992
13 UF 1222/91
Normen:
BGB § 1573 Abs. 1 , § 1574 Abs. 2 , Abs. 3 , § 1578 ;
Fundstellen:
FamRZ 1993, 199
NJW-RR 1993, 964
Vorinstanzen:
AG Koblenz, vom 23.10.1991 - Vorinstanzaktenzeichen 40 F 61/89

Nach 25-jähriger Ehedauer und der Erziehung von 3 Kindern ist einer Arztehefrau eine Konsolidierungsphase von 2 Jahren zuzubilligen bevor eine Erwerbs- oder Ausbildungspflicht eingreifen kann.Besteht für den unterhaltsberechtigten Ehegatten keine Erwerbsobliegenheit, z.B. während des Trennungsjahres, dann besteht auch keine Verpflichtung zur Aufnahme einer Ausbildung unter den Voraussetzungen des § 1574 Abs. 2 BGB.Bei sehr günstigen Vermögensverhältnissen kann der Unterhaltsbedarf konkret ermittelt werden, statt unter Anwendung einer Quotenmethode. D.h. nach § 287 ZPO kann der Bedarf geschätzt werden beispielsweise bei einer 51-jährigen Arztehefrau auf 3.000,00 DM monatlich.Bei der Bemessung des Bedarfs ist ein objektiver Maßstab anzulegen, also der angemessene Lebensstandard zu ermitteln. Ob im Einzelfall eine zu dürftige Lebensführung vorlag oder ein übertriebener Aufwand spielt keine Rolle.

OLG Koblenz, Urteil vom 03.08.1992 - Aktenzeichen 13 UF 1222/91

DRsp Nr. 1994/11675

Nach 25-jähriger Ehedauer und der Erziehung von 3 Kindern ist einer Arztehefrau eine Konsolidierungsphase von 2 Jahren zuzubilligen bevor eine Erwerbs- oder Ausbildungspflicht eingreifen kann. Besteht für den unterhaltsberechtigten Ehegatten keine Erwerbsobliegenheit, z.B. während des Trennungsjahres, dann besteht auch keine Verpflichtung zur Aufnahme einer Ausbildung unter den Voraussetzungen des § 1574 Abs. 2 BGB . Bei sehr günstigen Vermögensverhältnissen kann der Unterhaltsbedarf konkret ermittelt werden, statt unter Anwendung einer Quotenmethode. D.h. nach § 287 ZPO kann der Bedarf geschätzt werden beispielsweise bei einer 51-jährigen Arztehefrau auf 3.000,00 DM monatlich. Bei der Bemessung des Bedarfs ist ein objektiver Maßstab anzulegen, also der angemessene Lebensstandard zu ermitteln. Ob im Einzelfall eine zu dürftige Lebensführung vorlag oder ein übertriebener Aufwand spielt keine Rolle.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

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Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“