OLG Hamburg - Beschluß vom 07.12.1988
12 WF 174/88
Normen:
ZPO § 121 Abs. 2 ;
Fundstellen:
FamRZ 1989, 525

Nach den §§ 621a Abs. 1 S.1 ZPO, § 14 FGG, § 121 Abs. 2 S.1 ZPO darf einem Beteiligten ein Rechtsanwalt nur beigeordnet werden, wenn die Vertretung durch einen solchen erforderlich erscheint oder der Gegner durch einen Rechtsanwalt vertreten ist. Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist in einem isolierten Sorgerechtsverfahren selbst dann nicht geboten, wenn die Beteiligte Analphabetin ist, vorausgesetzt die Sach- und Rechtslage ist einfach.Auch wenn eine vorprozessuale Beratung durch einen Rechtsanwalt erforderlich ist, für das anschließende Gerichtsverfahren dagegen keine Vertretung erforderlich ist, ändert dies nichts an diesem Ergebnis, auch wenn das zur Folge hat, daß die Partei die Kosten für die vorprozessuale Beratung nicht erstattet bekommt, während bei der Bewilligung von Prozeßkostenhilfe, die Beratung abgegolten wäre.

OLG Hamburg, Beschluß vom 07.12.1988 - Aktenzeichen 12 WF 174/88

DRsp Nr. 1996/22989

Nach den §§ 621a Abs. 1 S.1 ZPO , § 14 FGG , § 121 Abs. 2 S.1 ZPO darf einem Beteiligten ein Rechtsanwalt nur beigeordnet werden, wenn die Vertretung durch einen solchen erforderlich erscheint oder der Gegner durch einen Rechtsanwalt vertreten ist. Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt ist in einem isolierten Sorgerechtsverfahren selbst dann nicht geboten, wenn die Beteiligte Analphabetin ist, vorausgesetzt die Sach- und Rechtslage ist einfach. Auch wenn eine vorprozessuale Beratung durch einen Rechtsanwalt erforderlich ist, für das anschließende Gerichtsverfahren dagegen keine Vertretung erforderlich ist, ändert dies nichts an diesem Ergebnis, auch wenn das zur Folge hat, daß die Partei die Kosten für die vorprozessuale Beratung nicht erstattet bekommt, während bei der Bewilligung von Prozeßkostenhilfe, die Beratung abgegolten wäre.

Jeder Fall ist anders – das sagt die Erfahrung. Und doch gibt es typische Mandatssituationen, mit denen jeder Anwalt, der familienrechtliche Mandate bearbeitet, regelmäßig konfrontiert wird.

Und das bieten Ihnen „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

  • Rund 100 typische Mandatssituationen, jeweils strukturiert nach:
    Sachverhalt/Checkliste/Lösung/Verfahren/Muster
  • Instruktive Einführungen in die einzelnen Rechtsthemen
  • Checklisten und Muster
  • Praxistipps zur Mandatsstrategie
  • Warnhinweise auf Haftungsfallen
  • 30.000 Gerichtsentscheidungen
  • Kompetente Autoren aus Justiz und Anwaltschaft

Und so beurteilt die Fachpresse „Die 100 typischen Mandate im Familienrecht“:

Rechtsanwalt Ralf Hansen, Düsseldorf, bei: Juralit, Juli 2016 (Online-Rezension)
„Das Handbuch ist insbesondere zur Entwicklung angemessener Strategien in Familienrechtsfällen sehr gut einsetzbar. Es wird seinem Titel sehr gerecht, da letztlich alle wichtigen Fallkonstellationen diskutiert und Lösungen zugeführt werden, die gut umsetzbar sind. Das inzwischen in fünfter Auflage erschienene Praxishandbuch bietet eine Fülle von Informationen, Hinweisen und Lösungsansätzen, die für die Praxis sehr nützlich sind.“
Rechtsanwältin Beatrix Ruetten, Hamburg, in: NZFamR 2015, Heft 8 (zur Vorauflage):
„Das Werk sollte in keiner Kanzlei mit familienrechtlichen Mandaten fehlen und dient auch dem erfahrenen Praktiker zum schnellen Einstieg in die Lösung.“
Rechtsanwalt Dirk Vianden, Bonn, in: FuR 2015, Heft 1 (zur Vorauflage):
„Herausgeber und Autoren sind zu beglückwünschen zu dieser umfassenden Abhandlung, aus deren Nutzung jeder, der familienrechtliche Anfänger, aber auch der sogenannte Routinier seinen Gewinn ziehen wird.“